Controlling

„In der Tat müssen Controller heute die Fragen des Managements schon erkannt und beantwortet haben, bevor der Geschäftsführer sie stellt.“

(Arne tom Wörden, Manager, Quelle: www.faz.net )

Warum wird dem Controlling mittlerweile eine so hohe Bedeutung beigemessen? „Schließlich reichte früher die Buchhaltung und den Unternehmen ging es auch nicht schlecht!“ – Sätze wie diesen hört und liest man immer noch oft.

Das herkömmliche Rechnungswesen arbeitet lediglich mit bestehendem Zahlenmaterial. Eine seiner Hauptaufgaben ist es sämtliche Betriebsvorgänge wie Einkauf, Absatz, Löhne etc. sachgerecht zu erfassen und zu dokumentieren.

Das Controlling versucht dagegen aus vergangenem und aktuellem Zahlenmaterial Prognosen für zukünftige Perioden abzuleiten. Dabei bedient es sich einer Reihe von Instrumenten wie Kennzahlen und Analyseverfahren. Die Ergebnisse der Controller bilden die Grundlage für die betriebliche Planung.

Doch was können Zahlen über die Zukunft eines Unternehmens aussagen?

Wörtlich kann Controlling mit „Steuerung“ übersetzt werden.

Das Controlling unterstützt das Management bei der Steuerung des gesamten Betriebsprozesses mit Hilfe von Kennzahlen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Ergebnissen aus Abweichungsanalysen. Eine Gegenüberstel-lung von Sollwert (= gestecktes Ziel) und Istwert (= aktueller Zustand) zeigt, inwieweit das angestrebte Ziel erreicht (= Zielerreichungsgrad) wurde. Bei Abweichungen ist gegebenenfalls eine Zielkorrektur nötig.

Das Controlling ist jedoch mehr als ein „Steuerrrädchen“ des Betriebs.

Die Controller liefern die erforderlichen (aufbereiteten) Daten, auf deren Basis das Management wichtige Planungsentscheidungen treffen kann. Dabei wird die Unternehmensleitung beratend durch das Controlling unterstützt.

Gemeinsam erstellen sie die Planung für mehrere Jahre und das Budget für das Folgejahr. Hier muss zwischen der Führungsebene, mit den oft hehren Unternehmenszielen (wie „20% Kosteneinsparungen im Personalbereich!“), und den einzelnen Abteilungen, mit ihren alltäglichen Problemen (wie „Es werden dringend mehr Mitarbeiter benötigt!“), vermittelt werden.

Dies birgt ausreichend Konfliktpotential. Denn es gibt fast überall Miss- und Unverständnis bei der Kommunikation zwischen „oben“ und „unten“ sowie Bereichsegoismen zwischen einzelnen Abteilungen.

Ferner kontrollieren und koordinieren die Controller die betrieblichen Abläufe während der Durchsetzungsphase der einzelnen Pläne. Wegen genauer Kenntnis der Daten können sie sinnvolle Änderungsvorschläge einbringen, die möglicherweise zu einer Ziel- und Planungsrevision führen.

 

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Bodo Schuster
Unternehmensberater . Dozent

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